Pressemeldungen

Expeditionen: Takla-Makan-Expedition, 2000

 

31. Mai 2000 - "Die Sahara, die Wüste Gobi und das riesige Sandmeer der Takla Makan: Die menschenfeindlichen Einöden treiben den wagemutigen Wüstenwanderer Bruno Baumann immer wieder dazu, das Abenteuer zu suchen und sein Leben zu riskieren. ‚Beim ersten Mal war es die Neugier, die mich hineinzog', sagt der aus Österreich stammende Wahl-Münchner. Erst vor wenigen Tagen kehrte der 45-Jährige von seinem letzten Abenteuer aus der chinesischen Takla Makan zurück: Er hat die größte zusammenhängende Sandwüste der Welt nach eigenen Angaben als erster Forscher nach mehr als 100 Jahren und als zweiter Abenteurer überhaupt zu Fuß durchquert... doch hat er die Wüste unterschätzt: Die mit den Einheimischen abgesprochenen Wasserreserven reichen für den Gewaltmarsch der Karawane durch extreme Sandstürme nicht aus. Ein junger Kamelführer verliert vor Angst den Verstand und stiehlt sich nachts davon, flieht aber in die falsche Richtung. Baumann gelingt es, ihn wieder zurückzuholen, und rettet ihm so das Leben. Doch der Wassermangel fordert Opfer: Vier von sechs Lasttieren gehen zu Grunde... Nach 21 Tagen hat die Todeswüste zumindest alle menschlichen Expeditionsteilnehmer entlassen - buchstäblich mit dem letzten Tropfen Wasser... doch die Erfahrung der eigenen Verwundbarkeit hält Baumann nicht von weiteren Abenteuern ab."

 

15. Mai 2000 - "Der berühmte schwedische Forscherpionier Sven Hedin hat nach Angaben des Wüstenwanderers Bruno Baumann bei der Beschreibung seiner Durchquerung der chinesischen Takla Makan-Wüste ‚gelogen'. ‚Hedin wollte ein Heldenepos um seine eigene Person kreieren'' sagte der 45-jährige Baumann in München der dpa... Hedin hatten seine Berichte über die Durchquerung der Takla Makan 1895 zu einem der bekanntesten Reiseschriftsteller seiner Zeit gemacht."

 

Allgäuer Zeitung

"Wanderer zwischen den Welten. Wüstenexperte Bruno Baumann auf Sven Hedins Spuren... Es war eines von Sven Hedins Büchern, das in Bruno Baumann die unstillbare Sehnsucht nach der Weite der Wüste weckte. Damals war er 16, lebte mit seinen Eltern in der steirischen Provinz und begann davon zu träumen, in die Wüste geschickt zu werden... Baumann ist ein nachdenklicher Mensch, der den Dingen gern auf den Grund geht. Und weil er schon lange an der Darstellung Hedins zweifelte, wiederholte er dessen tollkühne Durchquerung der Takla Makan und unfreiwillig auch dessen Erfahrungen am Rande der Erschöpfung."

 

"Dieser als Todeswüste verrufenen Region im Westen Chinas sollen ganze Karawanen zum Opfer gefallen sein. Im Jahr 1895 hatte Sven Hedin, der große Forscherpionier, bei dem Versuch, durch das Innerste der Wüste zu ziehen, einen Großteil seiner Karawane verloren; er selbst hatte das Drama in der Takla Makan nur ganz knapp überlebt. Jetzt gelang es Baumann, das Rätsel des Hedin'schen Wüstendramas aufzuklären und den schwedischen Forscher, der zum Mythos für Generationen wurde, in einem völlig neuen Licht zu zeigen."